Frauen sind in Belastungssituationen wesentlich stärker als Männer. Nach einer Trennung geht es ihnen nach einem Jahr meist erheblich besser, den Männern erheblich schlechter. Männer haben nach Trennungen eine 4x so hohe Selbstmordneigung wie Frauen – sagt eine US-Studie. Das hängt in erster Linie mit dem stabileren sozialen System von Frauen zusammen. Dazu zählt, dass Frauen mehrheitlich eine bessere Beziehung zu ihrer Mutter besitzen. Und sie haben eine intensivere Beziehung zu ihren Kindern. Aber vor allem haben sie wesentlich bessere Freundschaften. Während nur 1/3 der Männer über eine gute Freundschaft verfügen, sind es 2/3 der Frauen stellt Krüger in seinem neuen Buch „Wie man Freunde fürs Leben gewinnt“ fest. Sie haben Freundinnen mit denen sie meist wirklich über alles reden können: über Kinder, Männer, Kleidung, über Ängste und Sorgen. Ihre Ehemänner begreifen oft nicht, wie man stundenlang am Telefon miteinander sprechen kann. Doch für Frauen sind diese Freundschaften unverzichtbar – auch wenn sie verheiratet sind. Die Ehemänner hören oft kaum zu, verstehen ihre Frau häufig nicht und sind schnell mit Ratschlägen zur Hand. 80% der Frauen sagen deshalb, sie könnten mit ihrer Freundin besser reden als mit ihrem Mann. Die beste Freundin kann trösten, ist mit schwingend und vor allem: sie kann zuhören – auch wenn man immer wieder ähnliche Konflikte mit dem unsensiblen Ehemann berichtet. Und auf diese Weise entsteht eine Nähe, die meist auch schwierige Zeiten zu überbrücken vermag. Und dies ist vor allem für ältere Frauen wichtig. Fast immer stirbt der Mann vor ihnen und so verbringen sie die letzten 10 Jahre des Lebens meist ohne Partner. Deshalb gehören Freundschaften zu den wichtigsten Beziehungen im Leben von Frauen.
Dr. Wolfgang Krüger: Wie man Freunde fürs Leben gewinnt, Herder Verlag, 9,95 Euro
Kontaktadresse für Interviews und Rezensionsexemplare:
krueger-berlin @ web.de – http://www.dr-wolfgang-krueger.de - Telefon: 030/397.42.592
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Mittwoch, 11. August 2010
Freitag, 11. Juni 2010
Wie man Freunde fürs Leben gewinnt
Berlin (buch-welt) - Wer Freundschaften pflegt, lebt 22 % länger, ist seelisch ausgeglichener und glücklicher. Trotzdem vernachlässigen wir unsere Freunde: 60 % der Befragen meinten in Interviews, sie hielten ihre Freundschaften für verbesserungswürdig. Doch wie verbessert man Freundschaften?
Der Berliner Psychotherapeut Wolfgang Krüger weist in seinem Buch "Wie man Freunde fürs Leben gewinnt" darauf hin, dass wir vor allem mehr Zeit in Freundschaften investieren müssen. Nach einem anstrengenden Alltag sind wir zwar oft noch in der Lage in das Fitness-Studio zu gehen oder fernzusehen. Doch für die Gestaltung der Freundschaften fehlt uns meist die notwendige Kraft. Deshalb zerfasern unsere Freundschaften, was wir vor allem in den Belastungszeiten des Lebens spüren.
Krüger fordert, man solle mindestens zwei Stunden in der Woche in seine Freundschaften investieren. Das ist insbesondere für Männer wichtig. Krüger hat festgestellt, dass nur 1/3 aller Männer wirkliche Freundschaften pflegen, in denen sie auch über sich berichten können. Hingegen haben 2/3 aller Frauen eine gute Freundin. Insofern müssten sich Männer heutzutage Frauen zum Vorbild nehmen, wenn sie freundschaftsfähiger werden wollen. Und Frauen schätzen oft die große Sachlichkeit der Männerfreundschaften.
Doch was ist eine gute Freundschaft und durch was wird sie zerstört? Krügers Umfragen zeigen, dass für 55 % der Befragten die Unzuverlässigkeit auf Platz 1 der "Todsünden" einer Freundschaft steht. Auf einen Freund will man sich vor allem verlassen können, er soll ein Fels sein im Strudel des Lebens. Wir erwarten, dass er da ist, wenn wir ihn unbedingt brauchen, dass er zuhört und sich kümmert. Bei den Durchschnittsfreundschaften dürfen wir dies nicht erwarten. Ihnen kann man nicht alles erzählen, auf sie ist nicht immer Verlass. Zwar sind auch diese Freundschaften wichtig, aber man dürfe von ihnen nicht zu viel erwarten. Und Krüger empfiehlt, man dürfe sich mit ihnen nicht abfinden. Man dürfe nicht resignieren und sollte das Ideal einer guten Freundschaft anstreben.
In seinen "12 Freundschaftstests" erklärt Krüger, woran man eine solche Freundschaften erkennt: dass man sich persönliche Probleme anvertraut, sich hilft, dass der andere einen festen Platz in meinem Gemüt hat. Sie sind eine große innere Stütze: an sie denke ich, wenn ich allein bin und gelegentlich träume ich sogar von ihnen. Und jeder zweite Deutsche glaubt, dass er vor allem durch solche Freunde glücklich wird.
Dr. Wolfgang Krüger:
Wie man Freunde fürs Leben gewinnt
Herder Verlag
9,95 Euro
Kontaktadresse für Interviews und Rezensionsexemplare:
krueger-berlin @ web.de
http://www.dr-wolfgang-krueger.de
Telefon: 030/397 42 592
Der Berliner Psychotherapeut Wolfgang Krüger weist in seinem Buch "Wie man Freunde fürs Leben gewinnt" darauf hin, dass wir vor allem mehr Zeit in Freundschaften investieren müssen. Nach einem anstrengenden Alltag sind wir zwar oft noch in der Lage in das Fitness-Studio zu gehen oder fernzusehen. Doch für die Gestaltung der Freundschaften fehlt uns meist die notwendige Kraft. Deshalb zerfasern unsere Freundschaften, was wir vor allem in den Belastungszeiten des Lebens spüren.
Krüger fordert, man solle mindestens zwei Stunden in der Woche in seine Freundschaften investieren. Das ist insbesondere für Männer wichtig. Krüger hat festgestellt, dass nur 1/3 aller Männer wirkliche Freundschaften pflegen, in denen sie auch über sich berichten können. Hingegen haben 2/3 aller Frauen eine gute Freundin. Insofern müssten sich Männer heutzutage Frauen zum Vorbild nehmen, wenn sie freundschaftsfähiger werden wollen. Und Frauen schätzen oft die große Sachlichkeit der Männerfreundschaften.
Doch was ist eine gute Freundschaft und durch was wird sie zerstört? Krügers Umfragen zeigen, dass für 55 % der Befragten die Unzuverlässigkeit auf Platz 1 der "Todsünden" einer Freundschaft steht. Auf einen Freund will man sich vor allem verlassen können, er soll ein Fels sein im Strudel des Lebens. Wir erwarten, dass er da ist, wenn wir ihn unbedingt brauchen, dass er zuhört und sich kümmert. Bei den Durchschnittsfreundschaften dürfen wir dies nicht erwarten. Ihnen kann man nicht alles erzählen, auf sie ist nicht immer Verlass. Zwar sind auch diese Freundschaften wichtig, aber man dürfe von ihnen nicht zu viel erwarten. Und Krüger empfiehlt, man dürfe sich mit ihnen nicht abfinden. Man dürfe nicht resignieren und sollte das Ideal einer guten Freundschaft anstreben.
In seinen "12 Freundschaftstests" erklärt Krüger, woran man eine solche Freundschaften erkennt: dass man sich persönliche Probleme anvertraut, sich hilft, dass der andere einen festen Platz in meinem Gemüt hat. Sie sind eine große innere Stütze: an sie denke ich, wenn ich allein bin und gelegentlich träume ich sogar von ihnen. Und jeder zweite Deutsche glaubt, dass er vor allem durch solche Freunde glücklich wird.
Dr. Wolfgang Krüger:
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