Montag, 25. März 2019

Knastfrauen - Ein Buch von Tilmann Schäfer



Wer glaubt, dass sich hinter den zum Teil provokanten Überschriften im Buch „Knastfrauen“ von Tilmann Schäfer polemische, sich über die Gefangenen lustig machende Sprüche und Geschichten verbergen, wird angenehm enttäuscht sein. Der Autor unterlässt jegliche Anspielungen und negative Äußerungen in Bezug auf die Frauen und Jugendlichen im Knast. So, wie er versucht, auf der rein sachlichen Ebene den Alltag und die Besonderheiten im Frauengefängnis zu erläutern, so wenig vergisst er auch, immer wieder auf die Opfer der Straftaten hinzuweisen.

Auch auf einen Gruselfaktor wartet man vergeblich, sobald der Autor auf die von den Frauen begangenen Straftaten eingeht. Eher bekommt man Einblicke, wie es dazu führen kann, dass Opfer zu Täterinnen werden können. Nicht nur Männer sind so, nein, auch Frauen sind zu allem fähig. Nur anders.

Um der Leserschaft einen Einblick zu geben, wie es im Knast so zugeht, gibt der Autor in dreiunddreißig Abschnitten vom Eintritt bis zum möglichen Gang in die Freiheit Geschichten rund um seinen Arbeitsalltag als Arbeitstherapeut zum Besten. Was er dort zu sehen und zu hören bekommen hat, welche Möglichkeiten ihm gegeben waren aber auch rund um technische und praktische Begebenheiten. Zum Beispiel dem therapeutischen Putzen. Uns ist meist gar nicht bewusst, unter welchen Umständen zum Beispiel die jungen Frauen vor dem Gefängnis gelebt haben, dass sie Reinigungsmittel und Hygienevorschriften nicht kennen.

Für den Autor war es vor allem wichtig, die ihm zugeführten Gefangenen Lebensfähig zu machen, damit sie im Anschluss überhaupt in der Lage waren, eine Arbeit oder Ausbildung/Kurse nachzukommen.

Aber er erzählt auch von Trauer, Wut und Hilflosigkeit gerade bei der Jugend, wenn keinerlei Freunde oder Verwandte sich melden. Wie bereits angedeutet, Opfer werden zu Täterinnen, die gleichzeitig Opfer sein können, ohne einen Ausweg zu finden. Das, so beschreibt es Tilmann Schäfer, ist ebenfalls eine Aufgabe der Bediensteten, ihnen aufzuzeigen, dass es diese sehr wohl gibt.


Der Autor verweist in einem Abschnitt auf Statistiken und weiterführenden Daten, die Sozialprognosen angeben, ob es für die Frauen eine einmalige Angelegenheit war, oder ob sie wiederkommt.

Das Schriftbild auf dem Cover spiegelt sich in sämtlichen Kapitelüberschriften, die wiederum griffig und stimmig zum Inhalt sind. Schreibfehler gibt es selbstverständlich auch, sind aber angenehm wenige.

Der Schreibstil und die relativ knappen Abschnitte sind perfekt, um es in Bus und Bahn zu lesen, wobei jedes davon einen eigenen Einstieg in das zu behandelnde Thema hat.

Tilmann Schäfer - Knastfrauen - Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag - € 9,99

Mittwoch, 6. März 2019

Taschenbuch: "Das Gravettien"


 Wiesbaden (buch-welt) - Eine Kulturstufe der Altsteinzeit, die vor etwa 28.000 bis 21.000 Jahren von Spanien bis nach Sibirien verbreitet war, steht im Mittelpunkt des Taschenbuches „Das Gravettien“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Zelte, Hütten, Halbhöhlen und Höhlen dienten den Gravettien-Leuten als Unterkünfte. Die damaligen Jäger haben vor allem Mammute, Rentiere und Wildpferde mit Wurfspeeren erlegt. Sie trugen verzierte Pelzmützen, lederne Jacken, Hosen und Schuhe wie Indianer. Ihre Schmuckstücke bestanden aus Schneckengehäusen, Tierknochen und -zähnen sowie Mammutelfenbein. Rätsel geben ihre  „Venusfiguren“ auf, die nackte und füllige Frauen darstellen. Zu den bekanntesten dieser Kunstwerke gehören die „Venus vom Linsenberg“ aus Mainz in Deutschland und die „Venus von Willendorf“ in Österreich. Vielleicht waren die „Venusfiguren“ Teil eines Fruchtbarkeitskultes oder bewegliche Heiligtümer. Man weiß jedoch nicht, wie man mit ihnen umging und was man in ihnen erblickte.

 

Bestellungen des Taschenbuches „Das Gravetteien“ bei „Amazon“:
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Dienstag, 5. März 2019

Taschenbuch-Tipp: Das Aurignacien



Wiesbaden (buch-welt) - Das 1869 nach einem Fundort in Frankreich bezeichnete Aurignacien vor etwa 35.000 bis 29.000 Jahren gilt in weiten Teilen von Europa als die älteste Kulturstufe der jüngeren Altsteinzeit. In diesem Abschnitt breitete sich der anatomisch moderne Mensch in West-, Mittel- und Osteuropa aus. Wegen unsicherer Datierungen findet man in der Literatur unterschiedliche Angaben über die Dauer des Aurignacien, die teilweise um Tausende von Jahren differieren. Die damaligen Jäger und Sammler wohnten in Zelten, Hütten, Halbhöhlen und in hellen Eingangsbereichen von Höhlen. Mit Wurfspeeren und Stoßlanzen erlegten sie Wildpferde, Rentiere, Mammute, Fellnashörner und Höhlenbären. Anders als ihre Vorgänger, die Neandertaler, bemalten und schmückten sie sich gerne. Funde aus süddeutschen Höhlen belegen, dass diese Menschen bereits Flöten sowie formvollendete Tier- und Menschenfiguren schnitzten. In Frankreich schufen sie kunstvolle Höhlenbilder, die heute noch bewundert werden. Über ihre Religion, zu der offenbar Mischwesen mit menschlichen und tierischen Merkmalen gehörten, kann man bisher nur spekulieren.

Bestellungen des kleinen Taschenbuches „Das Aurignacien“ nur bei „Amazon“:
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Dienstag, 19. Februar 2019

E-Book: Wiesbaden in der Steinzeit


Wiesbaden (buch-welt) – Die Steinzeit hat in Deutschland vor ungefähr einer Million Jahren begonnen. Ein so hohes Alter schreibt man den frühesten Werkzeugen hierzulande zu. Zu Ende war die Steinzeit in einigen Gebieten unserer Heimat vor mehr als 4.000 Jahren, als man erstmals Geräte aus Kupfer und Zinn namens Bronze herstellte. Im frühesten Abschnitt der Menschheitsgeschichte, also der Steinzeit, hat man sich nicht nur mit dem Zurechtschlagen und Schleifen von Stein befasst, sondern viele Neuerungen erfunden. Man denke nur an die Anfänge von Hausbau, Siedlungen, Jagd, Fischfang, Ackerbau, Viehzucht, Handwerk, Handel, Verkehr, Kunst, Musik und Religion. Hierüber informiert das E-Book „Wiesbaden in der Steinzeit“. Aus der Altsteinzeit liegen nur wenige Funde von Jägern und Sammlern aus Wiesbaden (Adlerquelle und Igstadt) vor und aus der Mittelsteinzeit gar keine. Dagegen kennt man aus der Jungsteinzeit in Wiesbaden reichliche Hinterlassenschaften von Ackerbauern, Viehzüchtern und Töpfern. Darunter befindet sich sogar eine riesige Befestigungsanlage am Rhein in Schierstein. Die einführenden Texte stammen größtenteils aus dem Buch „Deutschland in der Steinzeit“ (1991) von Ernst Probst.´

Das E-Book „Wiesbaden in der Steinzeit“ ist bei „Amazon“ erhältlich:

Freitag, 25. Januar 2019

Buch über den genialen Bier-König Adolphus Busch





St. Louis / Mainz-Kastel (buch-welt) – Die Geschichte des jungen Mannes, der mit 18 Jahren von Kastel am Rhein aus Deutschland nach St. Louis am Mississippi in die USA auswanderte, klingt wie ein modernes Märchen. Von den 22 Kindern seines Vaters war er das Vorletzte. Bereits mit vier verlor er seine Mutter, mit zwölf seinen Vater. 1857 putzte der im Flusshandel tätige elternlose Deutsche in Amerika zeitweise noch Fenster und Fußböden. 1859 wurde er Teilhaber und 1865 Besitzer einer Großhandelsfirma. Seinen größten Erfolg feierte er als Lenker und Miteigentümer der Brauerei seines Schwiegervaters Eberhard Anheuser, die er ab 1864 zur größten in St. Louis, in den USA und vielleicht sogar der ganzen Welt entwickelte. Der Name dieses genialen und experimentierfreudigen „Bier-Königs“ ist Adolphus Busch (1839–1913). Außer Brauereien besaß er auch eine Eisfabrik, Glasfabriken, eine Wagonfabrik, Eisenbahngesellschaft, Kohlebergwerke, eine Dieselmotorenfabrik, Banken und Hotels. Er führte ein Leben in unvorstellbarem Luxus und machte sich als großzügiger Wohltäter in den USA und in seiner Heimat verdient. Bei seiner „Goldenen Hochzeit“ schenkte er 1911 seiner Gattin „Lilly“, die ihn verwöhnte und 14 Kinder gebar, eine mit Diamanten und Perlen verzierte goldene Krone sowie jedem seiner Kinder eine Villa. Zu seinen Freunden gehörten der amerikanische Präsident, der deutsche Kaiser und der britische König, die ihn respektvoll „Prince“ nannten. Bei seinen Arbeitern in der Brauerei war er der „King“. Sein Begräbnis von 1913 in St. Louis gilt als eines der berühmtesten des 20. Jahrhunderts. Seinen Erben hinterließ er ein Vermögen, das heute etwa 1,45 Milliarden US-Dollar entspricht.




Ernst Probst und Doris Probst aus Mainz-Kostheim haben über den am 10. Juli 1839 in Kastel geborenen Bier-König das 324 Seiten umfassende und reich bebilderte Taschenbuch „Adolphus Busch“ veröffentlicht, das nur bei „Amazon“ erhältlich ist. Bei ihren Nachforschungen in Deutschland und in den USA stießen sie auf eine erstaunlich hohe Zahl sich einander widersprechender Angaben über Adolphus Busch, seine Ehefrau „Lilly“ und deren Vater Eberhard Anheuser. Es heißt zum Beispiel, Ulrich Busch, der Vater von Adolphus habe 20, 21 oder 23 Kinder gezeugt. Adolphus und „Lilly“ werden 13 oder 15 Kinder angedichtet, aber es waren 14. Die Beiden hatten keinen Erstgeborenen namens Gustav, sondern eine Adoptivtochter namens Gustava. Der aus Kreuznach stammende und später in Helmstedt als Seifensiedermeister arbeitende Eberhard Anheuser soll angeblich 1843 oder 1844 in die USA ausgewandert sein. Wahrscheinlicher ist aber 1842 als Auswanderungsjahr, was Johannes Westerkamp, der Autor einer faktenreichen Magisterarbeit über Adolphus Busch erwähnt. Anheuser hatte nicht sechs Kinder, wie häufig behauptet wird, sondern mindestens acht. Wirrwarr herrscht auch über den Geburtsort von „Lilly“. In der Literatur und im Internet werden oft Kreuznach und Braunschweig erwähnt. Doch glaubhafter ist St. Louis am Mississippi.


Märchenerzähler waren am Werk, wenn es um die Militärzeit von Adolphus Busch während des „Amerikanischen Bürgerkrieges“ (1861-1865) ging. Die Angaben über die Dienstzeit reichen bis 14 Monaten und sogar mehreren Jahren. Adolphus hat nie gegen Indianer und Pferdediebe gekämpft, wie manche Autoren behaupten. Während seiner Dienstzeit als Freiwilliger, die nur ein Vierteljahr dauerte, lebte er nicht in einer Kaserne, wie reguläre Soldaten der Nordstaaten, sondern wohnte zuhause bei seiner jungen Ehefrau. Der am 10. Oktober 1913 in seiner Sommerresidenz „Villa Lilly“ im Taunus gestorbene Adolphus ist noch im selben Monat glanzvoll in St. Louis bestattet worden und nicht erst 1915 während des „Ersten Weltkrieges“.


Angesichts der großen Verdienste von Adolphus Busch als Unternehmer und Wohltäter ist es erstaunlich, dass man in seinem Geburtsort Mainz-Kastel nicht schon längst eine Straße oder einen Platz nach ihm benannt hat. Dies sollte man schleunigst nachholen, fordern die Autoren Ernst Probst und Doris Probst. Vor mehr als 100 Jahren hätte man in Kastel bereits einen Adolphus-Busch-Park haben können, für den Busch 100.000 Mark stiften wollte. Das 1902 auf Kosten von Adolphus und seines Bruder Ulrich errichtete imposante Gewölbe über der Quelle des Ochsenbrunnens in der Gemarkung Kastel existiert immer noch.


Bestellungen des Taschenbuches oder E-Books bei Amazon:
https://www.amazon.de/Adolphus-Busch-Das-Leben-Bier-K%C3%B6nigs/dp/1793358729/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1548143694&sr=8-1&keywords=Adolphus+Busch

Donnerstag, 24. Januar 2019

Spätes Lob für Gerolsteiner Autor

 




Johannes Westerkamp schrieb faktenreiche Magisterarbeit über „Prinz“ Adolphus Busch


Gerolstein / Mainz (buch-welt) – Die vor 28 Jahren von dem Studenten Johannes Westerkamp aus Gerolstein veröffentlichte Magisterarbeit „Prinz Busch: Studien zum Leben und Wirken des Deutsch-Amerikaners Adolphus Busch“ ist immer noch das beste deutschsprachige Werk, das bisher über den genialen Unternehmer geschrieben wurde. Dieses große Lob spricht der Wiesbadener Journalist Ernst Probst aus, der 2018/2019 zusammen mit seiner Ehefrau Doris das 324-seitige Taschenbuch „Adolphus Busch. Das Leben des Bier-Königs“ verfasst hat, welches seit kurzem nur bei „Amazon“ erhältlich ist.

Der 1839 in Kastel am Rhein geborene und 1857 nach St. Louis am Missouri ausgewanderte Adolphus Busch hat ab 1864 die Brauerei seines aus Bad Kreuznach stammenden Schwiegervaters Eberhard Anheuser zur größten in den USA entwickelt. Zu seinen Freunden, die ihn respektvoll „Prinz“ nannten, gehörten der deutsche Kaiser Wilhelm II., der Prinz of Wales und spätere englische König Edward VII., die US-Präsidenten Theodore Roosevelt und William Howard Taft sowie Weltstars wie der Sänger Enrico Caruso und die Schauspielerin Sarah Bernhardt.

Der gebürtige Gerolsteiner Johannes Westerkamp investierte während seines Studiums in Amerikanistik, Politik und Publizistik an der „Johannes-Gutenberg-Universität Mainz“ in seine Magisterarbeit über Adolphus Busch viel Arbeit, Zeit und Geld. Dieses 1991 innerhalb der Serie „Gutenberg-Stipendium“ erschienene, 215 Blätter umfassende Werk wird unter der Signatur „Zg. 1992 24,14“ in der Dienstbibliothek des „Stadtarchivs Mainz“ aufbewahrt. Westerkamp besuchte Archive und Bibliotheken, studierte Geburts-, Heirats- und Sterberegister, Briefe, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, führte Interviews mit Zeitzeugen und recherchierte vier Wochen lang in St. Louis, dem Stammsitz der Brauerei „Anheuser-Busch“.
Der nach seinem Studium als Journalist tätige Westerkamp ließ sich 2011/2012 in Potsdam zum zertifizierten Gästeführer/Reiseleiter ausbilden. Heute arbeitet er als Gästeführer. Mit seiner Firma „Terra Incognita Tours“ bietet er in Berlin, Potsdam und der Mark Brandenburg selbst entwickelte Tagestouren mit zumeist historischem Hintergrund mit seinem VW-Bus an. Zudem ist er als Tourguide für „Potsdam Tourismus“ und als Schlossführer für die „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg“ tätig. Er besitzt Führungslizenzen für Schloss Sanssouci, Bildergalerie, Neues Palais, Neue Kammern, Park Sanssouci, Marmorpalais, Schloss Cecilienhof, Neuer Garten, Schloss Charlottenburg, Schlossgarten Charlottenburg, Jagdschloss Grunewald, Schloss Caputh, Schloss Oranienburg, Schloss Paretz, Filmpark Babelsberg, und Gedenkstätte Sachsenhausen. Über seine Firma „Terra Incognita Tours“ informiert die Internetseite http://www.terra-incognita.com

Bier-König Adolphus Busch trank lieber Wein











Neues Buch schildert das Leben des größten Sohnes von Mainz-Kastel


 



Wiesbaden (buch-welt) – Der deutsch-amerikanische Bier-König Adolphus Busch (1839-1913), der die Brauerei seines Schwiegervaters Eberhard Anheuser (1806-1880) in St. Louis (Missouri) zur größten in den USA entwickelte, hat nie gegen Indianer oder Pferdediebe gekämpft. In der Anfangszeit des „Amerikanischen Bürgerkrieges“ (1861-1865) meldete er sich nur als Dreimonats-Freiwilliger zur Unionsarmee der Nordstaaten. Vom 8. Mai bis zum 18. August 1861 diente er als Korporal der „Company E“ des 3. Regiments des US-Reservecorps unter Oberst John McNeil. Seine Einheit hatte die Aufgabe, das Stadtzentrum von St. Louis zu schützen. Als Heimwehr-Soldat der Nachbarschafts-Schutztruppe lebte Busch während seiner vierteljährlichen Dienstzeit weiterhin bei seiner Ehefrau „Lilly“, die er kurz zuvor im März 1861 geheiratet hatte. Im August 1861 quittierte Busch seinen Militärdienst und betätigte sich in der Folgezeit wieder erfolgreich als Unternehmer.

 

Nachzulesen sind diese Fakten in dem 324-seitigen Taschenbuch „Adolphus Busch. Das Leben des Bier-Königs“ von Ernst Probst und Doris Probst aus Mainz-Kostheim. Adolphus war 1857 mit 18 Jahren aus seinem Geburtsort Kastel am Rhein nach St. Louis am Mississippi ausgewandert. Zunächst arbeitete er als Angestellter eines Großhandels- und Kommissionshauses als Laufbursche und „Mann für alle Fälle“, der noch Fenster und Fußböden putzen musste. Aber bald betätigte er sich für seinen Arbeitgeber als Schnäppchenjäger, der mit Mississippi-Dampfern eintreffende Waren begutachtete und Kaufentscheidungen fällte. 1859 wurde er mit dem ausbezahlten Erbteil seines verstorbenen Vaters Teilhaber einer Großhandelsfirma für Brauereibedarf und 1865 sogar Alleininhaber.

 

Über die Militärzeit von Adolphus Busch liest und hört man sehr Widersprüchliches, was die Dauer und die Art seines Einsatzes betrifft. Beispielsweise heißt es, Busch habe einer Gruppe von Indianern trotz eines Überfalls das Leben gerettet. Zum Dank habe ihm der Häuptling der Shoshonen-Indianer eine Friedenspfeife geschenkt. Doch die in einem Museum im Geburtsort Mainz-Kastel von Busch ausgestellte Friedenspfeife mit Köcher stammt in Wirklichkeit gar nicht von Adolphus, sondern von dessen Bruder Anton Baptist Busch, der nach seiner Auswanderung in die USA nach Kastel zurückgekehrt war und dort erfolgreich einen Weinhandel betrieb. Im Internet werden Adolphus sogar Dienstzeiten als Soldat bis zu mehreren Jahren angedichtet. Aber dieser hatte gar keine Lust verspürt, sich für drei Jahre zur  regulären „Unionsarmee“ zu verpflichten.

 

1864 wurde der erst 25-jährige Adolphus Busch von seinem aus Bad Kreuznach stammenden Schwiegervater Eberhard Anheuser dazu überredet, in die Geschäftsleitung des Brauhauses „Anheuser & Co.“ einzutreten. Damit begann der unaufhaltsame Aufstieg von Busch zum „Bierkönig“, der zuletzt gekrönte Häupter, US-Präsidenten und berühmte Künstler als Freunde hatte, von diesen „Prinz“ genannt wurde, und mit 74 Jahren als steinreicher Mann in seiner Sommerresidenz im Taunus starb. Sein Begräbnis am 25. Oktober 1913 in St. Louis wurde eines der glanzvollsten des 20. Jahrhunderts.




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Dienstag, 22. Januar 2019

Adolphus Busch. Das Leben des Bier-Königs





Wiesbaden (buch-welt) – Nach dem größten Sohn des Wiesbadener Stadtteils Mainz-Kastel sollte möglichst bald eine Straße oder ein Platz im Ort benannt werden. Dies regen Ernst und Doris Probst, die Autoren des neuen Buches „Adolphus Busch. Das Leben des Bier-Königs“ (Amazon), an. Der am 10. Juli 1839 als vorletztes von 22 Kindern eines Holzhändlers und Gastwirts in Kastel am Rhein zur Welt gekommene Adolphus hat wie kaum ein anderer seinen Geburtsort auf sympathische Weise weltweit bekannt gemacht. Er entwickelte die kleine Brauerei seines aus Bad Kreuznach stammenden Schwiegervaters Eberhard Anheuser in St. Louis zur größten der USA und machte sich als großzügiger Wohltäter in Nordamerika und Europa verdient. Große Summen spendete er für die Opfer von Erdbeben in Kalifornien und Italien sowie eines Rheinhochwassers vom November 1882 in Kastel. Adolphus und sein Bruder Ulrich bezahlten 1902 ein imposantes grottenartiges Gewölbe über der Quelle des Ochsenbrunnens in der Gemarkung Kastel. Der Kasteler Feuerwehr stiftete Adolphus 1904 einen großen Mannschaftswagen mit einem Requisitenwagen und zwei Hydrantenwagen, zwei Saug- und Druckspritzen und eine Schiebeleiter. Im November 1911 sagte Adolphus zu, seinem Geburtsort 100.000 Reichsmark für die Errichtung eines Adolphus-Busch-Parks zu spenden und für dessen Unterhalt aufzukommen. Doch er starb am 10. Oktober 1913 in seiner Sommerresidenz bei Lindschied im Taunus und im August 1914 begann der Erste Weltkrieg. Reste des eindrucksvollen Familiengrabes der Eltern von Adolphus Busch existieren noch heute auf dem Friedhof an der Boelckestraße in Kastel. Im Museum Castellum in Kastel erinnert eine kleine Ausstellung an den „Bier-König“, der 14 Kinder hatte.


Bestellungen des Taschenbuches oder E-Books bei Amazon:
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Samstag, 17. November 2018

6000 Jahre Kastel



Taschenbuch mit nahezu 700 Seiten über Mainz-Kastel

Mainz-Kastel (buch-welt) – Die Geschichte von Mainz-Kastel reicht bis in die Jungsteinzeit vor ungefähr 6000 Jahren zurück. Ungefähr so alt sind ein tönerner Schöpflöffel und Steinwerkzeuge der Michelsberger Kultur (etwa 43003500 v. Chr.) aus dem Dyckerhoff-Steinbruch (Fundstelle „Kastel 55“). Flussfunde aus dem Rhein bei Kastel dürften ein Alter von mindestens 5000 Jahren haben. Ein prachtvoller tönerner Glockenbecher der Glockenbecher-Kultur (etwa 25002000 v. Chr.) stand in einem Flachgrab am Petersberg. Andere vorgeschichtliche Hinterlassenschaften stammen aus der Bronzezeit (etwa 2300800 v. Chr.), Vorrömischen Eisenzeit (etwa 800 v. Chr.Christi Geburt) oder den vier Jahrhunderten der Römerzeit nach Christi Geburt, die besonders viele archäologische Zeugnisse beschert hat.

Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „6000 Jahre Kastel“ von Ernst Probst und Doris Probst aus Mainz-Kostheim. Es umfasst nahezu 700 Seiten und präsentiert viele Fotos, Zeichnungen und Karten. Das Taschenbuch ist für 19,99 Euro nur bei „Amazon“ unter folgender Internetadresse erhältlich:


In kriegerischen Zeiten litten die Kasteler unter Römern, Germanen, Mainzern, Schweden, Franzosen, Preußen und Österreichern. Für weiteres Leid sorgten Hochwasser, Fröste, Brände, Erdbeben und Pest. Das Taschenbuch „6000 Jahre Kastel“ schildert auch die Entwicklung der Einwohnerzahlen, Kirchen, Schulen, Kindergärten, Vereine, Wirtschaft und des Verkehrswesens. Kurz vorgestellt werden bekannte Kasteler wie witzige Fernsehfastnachter, tüchtige Politiker, clevere Bierbrauer, verdienstvolle Heimatforscher, berühmte Schauspieler und Spitzensportler. Nicht verschwiegen wird „das bundesdeutsche Nachkriegskuriosum Nr. 1“: 1945 wurden die Stadtteile Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim (kurz „AKK“ genannt) abrupt von Mainz abgetrennt und der Stadt Wiesbaden zur treuhänderischen Verwaltung übergeben. Dies schmerzt viele Kasteler heute noch. Kein Wunder: Mainz ist von Kastel nur rund anderthalb Kilometer entfernt, nach Wiesbaden sind es sieben Kilometer!

Ernst Probst und Doris Probst haben 2018 insgesamt fünf Taschenbücher mit thematischem Bezug zu Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel veröffentlicht. Dabei handelt es sich um:

5000 Jahre Kostheim. Von der Steinzeit bis zum 21. Jahrhundert
Felicitas von Berberich. Die große Wohltäterin von Kostheim
Kanuten-König Christel Brandbeck. Das Leben des Wassersportlers aus Mainz-Kastel
6000 Jahre Kastel. Von der Steinzeit bis zum 21. Jahrhundert
Kastel in der Vorzeit. Von der Steinzeit bis Christi Geburt (Der Text in diesem kleinen Taschenbuch stammt aus dem großen Taschenbuch „6000 Jahre Kastel“!).

Freitag, 12. Oktober 2018

Kanuten-König Christel Brandbeck




Mainz-Kastel (buch-welt) - In einem Alter, in dem andere Spitzensportler schon längst nicht mehr aktiv sind, drehte er erst richtig auf. Christian Brandbeck (1935 geboren), genannt „der Christel“, aus Mainz-Kastel wurde mit 61 im Einer-Canadier in Schweden in der Altersklasse ab 50 Jahren zum erstenmal Weltmeister. Im Zweier-Canadier holte er mit 63 in Südafrika den zweiten und mit 64 in Ungarn den dritten Weltmeistertitel. Seine sportliche Karriere verlief ungewöhnlich. Er war zunächst Fußballspieler, bevor er sich als 18-Jähriger der „Kasteler Ruder- und Kanu-Gesellschaft 1880 e. V.“ anschloss und eine Erfolgsserie ohnegleichen hinlegte. Innerhalb von 50 Jahren wurde er dreimal Weltmeister, zweimal internationaler Meister, sechsmal Deutscher Meister, zwölfmal Südwestmeister, 37mal Süddeutscher Meister und 85mal Hessenmeister! Nie hat er einen Trainer bemüht, sondern sich durch Lesen einschlägiger Bücher alles selbst beigebracht. Erst mit 68 trat er zum letztmals zu einem Wettkampf an. Seine sportliche Frau Marianne, mit der er 2010 „Goldene Hochzeit“ feierte, war stets seine beste Begleiterin. Das Taschenbuch „Kanuten-König Christel Brandbeck“ von Ernst Probst und Doris Probst erzählt sein Leben in Wort und Bild. Es umfasst 108 Seiten und zeigt zahlreiche Abbildungen aus dem Privatarchiv von Christel Brandbeck.

Bestellungen nur bei Amazon unter der Internetadresse
https://www.amazon.de/dp/1724123300/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1539323815&sr=8-1&keywords=Christel+Brandbeck

Montag, 10. September 2018

Felicitas von Berberich - Neues Buch von Ernst Probst und Doris Probst




Die große Wohltäterin von Kostheim in neuem Licht

Mainz-Kostheim (buch-welt) - Felicitas Freifrau von Berberich (1697–1764) stammte aus Franken, wo sie die meiste Zeit lebte. Erst nach dem Tod ihres geliebten Ehemannes, des Würzburger Postmeisters Eugen Alexander Freiherr von Berberich, wurde das Dorf Kostheim kurz vor der Mündung des Mains in den Rhein ab 1754 ihre neue Heimat. Dort fühlte sich die fromme Witwe bald so wohl, dass sie im Dezember 1756 ein Testament zugunsten der katholischen Kirche „St. Kilian“ sowie des Pfarrers, der Lehrer, Kinder, Jugendlichen und anderer Einwohner von Kostheim verfasste. Dank des von ihr hinterlassenen Geldes, Goldes und Edelsteinschmuckes entstand zwischen 1766 und 1769 am Mainufer an gleicher Stelle wie das abgerissene baufällige alte Gotteshaus ein prächtiger Neubau mit reicher Ausstattung.

„St. Kilian“ genoss fortan den Ruf, die schönste Barockkirche am unteren Main zu sein. Tragischerweise lag dieser Prachtbau bereits im Mai 1793 in Trümmern, nachdem Preußen und Österreicher auf das von Franzosen besetzte Kostheim schätzungsweise 40.000 Kanonen- und Haubitzenkugeln abgefeuert hatten. Das Grab der Freifrau und das ihres Seelsorgers Pfarrer Jakob Saul in „St. Kilian“ gingen damals verloren.

In Kostheim benannte man die Berberichstraße und die Kleine Berberichstraße nach der unvergessenen Wohltäterin. Von 1963 bis 1966 trug die Mädchenschule in der Mathildenstraße von Kostheim den Namen Freifrau-von-Berberich-Schule.

Kaum bekannt ist, dass die Freifrau im August 1764 kurz vor ihrem Tod ein zweites Testament geschrieben hat, in dem sie teilweise andere Erben bedachte, und dass sie sich nicht immer fromm verhielt. Das 120 Seiten umfassende Taschenbuch „Felicitas von Berberich“ (Createspace, 9,85 Euro) von Ernst Probst und Doris Probst schildert das Leben der Freifrau in Wort und Bild. Unter anderem zeigt es alle Seiten der schlecht lesbaren Testamente von 1756 und 1764.

Bestellungen bei Amazon unter der Internetadresse|br>
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Dienstag, 21. August 2018

Rätselhaftes Steinbeil aus Kostheim

Rodungsarbeiten im Wald in der Steinzeit. Zeichnung von Fritz Wendler (1941-1995) für das Buch "Deutschland in der Steinzeit" (1991) von Ernst Probst


Mainz-Kostheim (buch-welt) – Zu den rätselhaftesten prähistorischen Funden aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim gehört ein Steinbeil. Dieser Zufallsfund gilt als einer der Beweise für die Anwesenheit von frühen Ackerbauern, Viehzüchtern und Töpfern aus der Gegend von Kostheim am Main. Erwähnt wird das Steinbeil in dem neuen Buch „5000 Jahre Kostheim“ von Ernst Probst und Doris Probst, das nur bei „Amazon“ erhältlich ist.

Die Buchautoren waren fasziniert, als sie erstmals von dem Fund des Steinbeils erfuhren. Denn der Fundort in der Gemarkung Im Sachsengraben/Im See liegt weniger als 100 Meter von ihrem Domizil in Mainz-Kostheim entfernt. Bedauerlicherweise stellten die Autoren bei ihren Recherchen über den Verbleib jenes Steinbeiles bald fest, dass weder dessen Fundjahr noch dessen Entdecker und auch nicht dessen Maße bekannt sind.

Die Wiesbadener Steinzeit-Expertin Sabine Schade-Lindig nimmt an, das Steinbeil sei möglicherweise bei Rodungsarbeiten verlorengegangen. Kleine Grabungen in der Umgebung der Fundstelle hätten keine Hinweise auf eine Siedlung oder auf Gräber ergeben. Man weiß also nicht, ob der ehemalige Besitzer des Steinbeils in der Gegend von Kostheim oder eines Nachbarortes lebte. Aus anderen Wiesbadener Stadtteilen sind Funde aus verschiedenen Kulturen der Jungsteinzeit bekannt.

Die Jungsteinzeit (Neolithikum) währte etwa von 5.500 bis 2.300 v. Chr. Typisch für diesen Abschnitt der Menschheitsgeschichte sind das Auftreten von Ackerbau, Viehzucht und Töpferei sowie Sesshaftigkeit. Zeitweise hat man damals bis zu 40 Meter lange Häuser errichtet. Auf die Jungsteinzeit folgt die Bronzezeit (etwa 2300 bis 800 v. Chr.), in der Werkzeuge, Waffen, Gefäße und Schmuck aus Bronze hergestellt wurden. Man kennt auch Objekte aus Gold.

Der wohl bedeutendste Fund aus der Bronzezeit in der Kostheimer Gegend ist der 25,2 Zentimeter hohe bronzene Helm eines Kriegers. Jener zwischen etwa 1200 und 1000 v. Chr. hergestellte Helm wurde am 17. Juni 1877 im Main bei Kostheim geborgen. Er stammt aus der Urnenfelder-Kultur (rund 1300 bis 800 v. Chr.), in der man Verstorbene verbrannt und ihre Knochenreste und Asche in Urnen bestattet hat.

Bestellungen des Taschenbuches "5000 Jahre Kostheim" nur bei "Amazon" unter der Internetadresse 

https://www.amazon.de/5000-Jahre-Kostheim-Steinzeit-Jahrhundert/dp/1721540504/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1533200456&sr=8-1&keywords=5000+Jahre+Kostheim

Montag, 30. Juli 2018

Buchtipp: 5000 Jahre Kostheim





















Mainz-Kostheim (buch-welt) - Lange zurück reicht die Geschichte von Kostheim an der Mündung des Mains in den Rhein. Sie beginnt sicherlich bereits in der Jungsteinzeit vor rund 5000 Jahren, wenn nicht sogar noch früher, was seltene archäologische Funde beweisen. Reicher sind allerdings die Hinterlassenschaften aus der Römerzeit in den Jahrhunderten nach Christi Geburt. Im Mittelalter kamen Kaiser, Könige, Fürsten, Bischöfe und Ritter nach Kostheim. Auf der Insel Maaraue fand Pfingsten 1184 mit schätzungsweise 70.000 Besuchern das größte Fest statt, das man bis dahin in Deutschland feierte. In kriegerischen Zeiten litten die Kostheimer unter Römern, Germanen, Schweden, Franzosen, Preußen und Österreichern. Für weiteres Leid sorgten Hochwasser, Fröste, Brände, Erdbeben und Pest.

Das Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ schildert auch die Entwicklung der Einwohnerzahlen, Kirchen, Schulen, Kindergärten, Vereine, Wirtschaft und des Verkehrswesens. Kurz vorgestellt werden etliche bekannte Kostheimer, darunter ein falscher Prophet, ein mutiger Pfarrer, ein hingerichteter Revolutionär, ein kampfstarker Boxer und eine erfolgreiche Romanautorin. Nicht verschwiegen wird „das bundesdeutsche Nachkriegskuriosum Nr. 1“: 1945 wurden die Stadtteile Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim (kurz „AKK“ genannt) abrupt von Mainz abgetrennt und der Stadt Wiesbaden zur treuhänderischen Verwaltung übergeben. Dies schmerzt viele Kostheimer heute noch.

Autoren des Taschenbuches „5000 Jahre Kostheim. Von der Steinzeit bis zum 21. Jahrhundert“ sind Ernst Probst und Doris Probst. Das Ehepaar lebt seit 1983 in Mainz-Kostheim nahe der Grenze zu Mainz-Kastel. Bei den Recherchen erfuhren die Autoren  überrascht, dass nahe ihres Domizils in Kostheim ein Steinbeil aus der Jungsteinzeit gefunden worden ist.

Das Taschenbuch über Kostheim umfasst 563 Seiten mit zahlreichen Fotos, Gemälden und Zeichnungen. Es ist bei „Createspace“ erschienen und nur bei „Amazon“ unter der Internetadresse Bestellungen des Taschenbuches "5000 Jahre Kostheim" nur bei "Aamazon" unter der Internetadresse
https://www.amazon.de/dp/1721540504/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1533116504&sr=8-1&keywords=5000+Jahre+Kostheim erhältlich. Bei „Amazon“ findet man diesen Titel, wenn man nach „5000 Jahre Kostheim“ fragt. Zum Gelingen des Taschenbuches haben der „Heimatverein Kostheim“ und das „Heimatmuseum Kostheim“ beigetragen, wofür die Autoren sehr dankbar sind. Von Ernst Probst stammen auch die Taschenbücher „Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes“ und „Der Schwarze Peter. Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald“. Auf den „Schwarzen Peter“ geht die Redewendung „den Schwarzen Peter zuschieben“ zurück.

Donnerstag, 19. April 2018

Schätze aus der Sammlung Riemersma (5. 5. - 30. 9. 2018)

Im Herbst des Jahres 2014 haben die Stadt Donauwörth und die Käthe Kruse GmbH gemeinsam die Sammlung des niederländischen Puppen- und Spielzeugmuseums Den Helder nach Donauwörth übernommen. Die bedeutende Sammlung von Tiny Riemersma war über Jahrzehnte zusammengetragen und stetig erweitert worden. Neben knapp 500 Puppen und Schaufensterfiguren von Käthe Kruse gehören historische Ansichtskarten, Archivalien, Puppen anderer Hersteller und zahlreiche Dekorationsgegenstände zum Bestand. Das Museum in Den Helder wurde ganz besonders für die liebevoll und detailreich gestalteten Szenen geschätzt. Das ganze Museum war ein Neben- und Übereinander von Schaukästen. Nachdem das Käthe-Kruse-Puppen-Museum bereits im Jahr 2015 die Sammlung grundsätzlich und in ihrer Vielfalt vorgestellt hat, werden nun die schönsten Szenen aus der ursprünglichen Präsentation gezeigt.

Die Stadt Donauwörth präsentiert im Käthe-Kruse-Puppen-Musuem eine neue Sonderausstellung mit dem Titel "Schätze aus der Sammlung Riemersma" vom 5. Mai bis zum 30. September 2018.

Öffnungszeiten: Di - So, 11:00 - 18:00 Uhr

Käthe-Kruse-Puppen-Museum

Pflegstraße 21 a

86609 Donauwörth

Donnerstag, 12. April 2018

Fürst Hermann Pückler-Muskau: Acht Frühlings- und Sommertage aus dem Leben Mischling’s

Man kennt ihn als visionären Gartengestalter, als grossen Reisenden durch Europa und die arabi-sche Welt und als ersten deutschen Dandy, der es sich nicht nehmen liess, in einer Kalesche mit weissen Hirschen Unter den Linden spazieren zu fahren. Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871) war in jeder Hinsicht eine schillernde Figur seiner Epoche – doch er war noch mehr: ein Autor von hohen Graden, dessen Erstling «Briefe eines Verstorbenen» (1830/31) selbst der alte Goethe die respektvolle Anerkennung nicht versagen konnte.

Pücklers literarisches Werk lohnt denn auch eine Wiederentdeckung – vor allem jener Text, den der Autor als seinen persönlichen Favoriten empfand: «Die Hälfte des dritten und vierten Theils», schrieb er zu seiner Sammlung «Tutti frutti» von 1834, «macht eine Art Novelle aus, an der ich mit mehr Vergnügen gearbeitet habe, als an irgend etwas. Wenn diese Arbeit nichts taugt, so bin ich trostlos, denn es ist mein Liebling.»

Dieser Liebling trägt den Titel «Acht Frühlings- und Sommertage aus dem Leben Mischling’s». Die Leserschaft wird mitgenommen auf eine vergnügliche, nicht immer ernstzunehmende Abenteuerreise. Der Schauplatz: das preußische Deutschland. Die Epoche: das Jahrhundert zwischen Aufklärung und Romantik, Freiheitsliebe und Zensur. Der Held: ein Herzog unter der Maske eines einfachen Wandersmanns und mit dem seltsamen Namen Mischling. Er reist zu Fuß durch die Städtchen und Dörfer seines Landes, passiert alle Schichten der Gesellschaft und entwirft mit seinen Erlebnissen ein höchst originelles Panorama der Verhältnisse. Im Verkleidungs- und Verwechslungsspiel erlebt er Sagenhaftes, Schauerliches, erzählt Spukgeschichten, stolpert beinahe über echte Schildbürger, verdingt sich als Puppenspieler und beginnt – wie könnte es anders sein – allerlei Liebeshändel mit rätselhaften Damen. Am Ende lüftet sich unerwartet sein Geheimnis.

Seit 1834 erstmals wieder aufgelegt, ist der Text bis heute frisch wie am ersten Tag geblieben. Ediert und mit einem Fundstück versehen von Erica Ruetz, erscheint er als Bd. 5 der literarischen Reihe «unbegrenzt haltbar».

Fürst Hermann Pückler-Muskau:
Acht Frühlings- und Sommertage aus dem Leben Mischling’s
Herausgegeben und mit einem Fundstück versehen von Erica Ruetz
248 Seiten, Halbleinen, Lesebändchen.
CHF 32.00 / Euro 28.00
ISBN 978-3-03850-046-9

Erica Ruetz studierte Anglistik und Germanistik und war anschliessend in München und Zürich als Verlagslektorin tätig. Heute lebt sie als freie Übersetzerin und Autorin in Berlin. Auf Englandreisen der «Parkomanie» verfallen, beschäftigt sie sich seit einigen Jahren mit Fürst Pücklers Leben und Werk.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Lesetipp: Die Goldbüste des Septimius Severus




Neue Publikation bei LIBRUM P&E:

Anne de Pury-Gysel:
Die Goldbüste des Septimius Severus
Gold- und Silberbüsten römischer Kaiser

Mit Beiträgen von Alessandra Giumlia-Mair und Fotografien von Thanos Kartsoglou.
With English summary. Résumé français.

Die intakt erhaltene Goldbüste des Kaisers Septimius Severus aus Nordgriechenland ist ein ausserordentliches Zeugnis der römischen kaiserlichen Porträtkunst. Sie gehört zu einer Gruppe von nur dreizehn Kaiserbildnissen aus Gold (6), aus Silber (6) und aus vergoldetem Silber (1), die wir aus der Antike kennen.

Zusammen mit der berühmten Goldbüste des Kaisers Marc Aurel von Avenches ist jene des Septimius Severus wohl die bedeutendste Vertreterin einer Gattung, die in der Antike sehr viel häufiger gewesen sein muss und gewissermassen als mobiler Stellvertreter des Kaisers im Kult, in der Armee und bei öffentlichen Amtshandlungen fungieren konnte.

Die Büste wurde vor über 50 Jahren durch Zufall entdeckt. Umso erstaunlicher ist es, dass sie bis heute so gut wie unpubliziert ist. Dass es Frau Dr. de Pury-Gysel gelungen ist, von der griechischen Antikenbehörde die Erlaubnis zu erwirken, die Goldbüste im Original studieren und monographisch veröffentlichen zu dürfen, kann ihr nicht hoch genug angerechnet werden, zeugt aber gleichzeitig von ihrem durch eine jahrelange Forschungstätigkeit erworbenen wissenschaftlichen Renommee.

In ihrer Studie nähert sich Anne de Pury-Gysel der Goldbüste aus unterschiedlicher Richtung an. Neben den primären Aspekten der Fund- und Forschungsgeschichte, dem historischen Kontext, der Herstellungstechnik und der stilistischen Einordnung steht die Frage nach der Bedeutung und Funktion der Kaiserbildnisse, die in dieser umfassenden Form bisher noch nie behandelt wurde.

Indem sie nicht nur das Einzelwerk aus Nordgriechenland, sondern die Gattung der bislang bekannten dreizehn Gold- und Silberbüsten als Ganzes in den Fokus nimmt, schafft die Autorin mit ihrer Studie ein Referenzwerk, das in der Forschung zweifelsohne eine breite Rezeption finden wird.

Die Autorin
Anne de Pury-Gysel ist klassische Archäologin. Ihre berufliche Laufbahn führte sie zu Ausgrabungen in Griechenland und Zypern. Später leitete sie ein grösseres Forschungsprojekt zum römerzeitlichen Chur. Während ihres zehnjährigen Aufenthalts in Frankreich widmete sie sich hauptsächlich dem Studium des antiken Glases. Von 1995 bis 2010 leitete die Autorin den Fundplatz der Römerstadt Aventicum (Avenches). Ihre Interessensgebiete reichen von hellenistischer und römischer Keramik über Glas, antikes Handwerk und römische Orgeln zum römischen Porträt.

Publiziert auf dem «Goldenen» Open Access Weg
Nebst der gedruckten und gebundenen Ausgabe, ist die Publikationen gleichzeitig auch Open Access kostenlos zugänglich. Damit unterstützt der Verlag den internationalen wissenschaftlichen Diskurs und die Forderung universitärer Einrichtungen nach freiem Zugang zu wissenschaftlicher Literatur. Die Publikation ist mit Creative Commons Attribution 4.0 International License geschützt.

Ein Buch für Historiker, Archäologen, Kunsthistoriker, Metallurgen,
Goldschmiede, Museen, Sammler, Kultur- und technikhistorisch interessierte.

Technische Informationen zur Sonderausgabe:
Format:                     245 × 305 mm, Hardcover
Anz. Seiten:              184, zahlreiche Abbildungen
Buchhandelspreis: € 65.—/CHF 65.—

ISBN/deutsche Ausgabe: 978-3-9524542-6-8
DOI/deutsche Ausgabe: 10.19218/3952454268

Bezugsadresse Printausgabe: www.librumstore.com

Kontakt:
Die Autorin steht für weiterführende Auskünfte, Interviews und Vorträge gerne zur Verfügung. Sie kann direkt kontaktiert werden über die E-Mailadresse:


Für weitere Auskünfte steht der Verlag zur Verfügung:
LIBRUM Publishers & Editors, Laufenstrasse 33, CH-4053 Basel
Tel.: +41(0)61 751 66 33

EU-Niederlassung:
Heddernheimer Landstraße 49
DE-60439 Frankfurt am Main
Tel.: 0049(0)69 9520 03 89

Verleger: Dominique-Charles R. Oppler

Freitag, 11. August 2017

Homo Sapiens auf neuen Wegen



Neumarkt/Oberpfalz (buch-welt) - Die Menschen der Steinzeit waren keine Stubenhocker. Das steht spätestens seit der Entdeckung des Ötzi fest, der auf einem Alpenpass auf über 3000 Meter Höhe starb. Anatomisch gesehen ist der Mensch ein Langstreckenläufer und muss daher ständig in Bewegung sein.

Der Autor Alexander Binsteiner nimmt in seinem Buch „Homo Sapiens auf neuen Wegen“ mit auf eine spannende Reise durch die Steinzeit. An prominenten Beispielen mangelt es ihm dabei nicht, wenn er die Wanderbewegungen der Steinzeitmenschen nachzeichnet. Die Ursprünge weiträumiger Rohstofftransporte führen ihn zurück bis in die Zeit der Venus von Willendorf vor rund 30.000 Jahren.

Danach verfolgt er die Spuren von Grenzgängern über die Alpenpässe in der Ötzi-Ära ebenso wie die ersten sicher nachweisbaren Handelswege Europas, die über den Böhmerwald bis in das heutige Prag verliefen.

Das Unterwegssein über die Fernwege und Pfade der Steinzeit zeichnet sich in all seinen Projekten ab. Hinter all dem stecken für ihn aber auch die Begegnungen von Menschen mit ihren persönlichen Schicksalen.

Das Sachbuch erscheint am 1.9. 2017 zunächst als EBook zu 8,30 Euro; dann eine Woche später als Paperback zu 10,75 Euro. Umfang 150 Seiten.

Das EBook ist in den EBook-Shops von lokalen Buchhandlungen (ca. 1200 Shops) erhältlich.

Das gedruckte Buch kann beim Bogner-Verlag, Berg/Neumarkt/Oberpfalz, www.bogner-verlag.de bestellt werden.

Der Autor Alexander Binsteiner wurde 1956 in Wasserburg am Inn geboren. Nach einem Grundstudium der Vor- und Frühgeschichte in Mün­chen arbeitete er zunächst als örtlicher Grabungsleiter am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Danach studier­te er Geologie, Paläontologie und Mineralogie in Würzburg. Diese Fächer schloss er mit der Diplomprüfung ab. In den Jahren 1993 bis 1996 arbeitete er unter Konrad Spindler als Chef­geologe im Ötzi-Projekt an der Universität Innsbruck. Heute lebt Alexander Binsteiner als freiberuflicher Geoarchäologe im Böhmischen Hochland an der Grenze zu Österreich.




Donnerstag, 10. August 2017

Buchtipp: Warum machen Eidechsen Liegestütze?


















Warum machen Eidechsen Liegestütze?
Warum ist Gähnen ansteckend?
Wachsen Fingernägel schneller als Zehennägel
und wenn ja, warum? Gibt es Bigfoot wirklich?
Diese und weitere Fragen beantwortet
der kanadische Populärwissenschaftler und Fernsehmoderator Jay Ingram
allgemein verständlich und mit viel Witz –
ohne dabei die Fakten außen vor zu lassen.
Ergänzt durch humorvolle Illustrationen
wird die Wissensvermittlung
in „Warum machen Eidechsen Liegestütze?“ 

nicht zur staubtrockenen Angelegenheit,
sondern zu Infotainment im wahrsten Sinne des 
Wortes.

Jay Ingram ist ein kanadischer Radio- und Fernsehmoderator.
Für den „Discovery Channel“ moderierte er
16 Jahre lang
die Wissenschaftsshow 
„Daily Planet“.

BIBLIOGRAFISCHE DATEN
Jay Ingram
Warum machen Eidechsen Liegestütze?
Preis: 17,99 € (A: 18,50 €)
272 Seiten | broschiert
ISBN: 978-3-86470-497-0
Kulmbach, September 2017


Preis: 17,99 € (A: 18,50 €)

272 Seiten | broschiert

ISBN: 978-3-86470-497-0


Kulmbach, September 2017

Montag, 7. August 2017

Zum Tod von KNA-Chefredakteur Karl Heinz Hock





Karl Heinz Hock (1930-2017) - KNA-Bild, Frankfurt am Main


Von Ernst Probst


Nachrufe bekannter Persönlichkeiten haben oft ein Manko: In ihnen werden Verstorbene häufig als wahre Heilige und Helden gerühmt, obwohl sie teilweise starke charakterliche Mängel besaßen. Ganz anders liegt der Fall beim kürzlich verstorbenen deutschen Publizisten Karl Heinz Hock. Der ehemalige Chefredakteur der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) und zeitweilige stellvertretende Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung (Mainz) war nicht nur als Journalist, sondern auch als Vorgesetzter und Mensch in jeder Hinsicht stets ein Vorbild.

Der großgewachsene Hock mit kräftiger Statur strahlte auch in kritischen Momenten immer Ruhe aus. Bei Diskussionen mit widerspenstigen Mitarbeitern beispielsweise blieb er stets fair. Er schoss nicht schnell aus der Hüfte, sondern dachte jeweils erst nach, bevor er etwas mit sonorer Stimme sagte oder mit spitzer Feder schrieb. Wenn man einen guten Christen beschreiben möchte, könnte man dies mit den löblichen Charaktereigenschaften des Katholiken Hock tun.

Hock stammte aus dem Rheingau, wo er am 13. Dezember 1930 in Rüdesheim (Hessen) zur Welt kam. Sein Sternkreiszeichen war Schütze. Diesen Menschen sagt man Optimismus, Weltoffenheit, Fröhlichkeit und Direktheit als positive Eigenschaften nach. Sorglos, angeberisch, taktlos und chaotisch, wie mancher Schütze auch sein soll, war er sicherlich nicht.

Die journalistische Laufbahn von Hock begann im Rheingau. Danach leitete er 27 Jahre lang von 1963 bis 1980 das Büro der Nachrichtenagentur Deutsche Presse-Agentur (DPA) in Mainz. Er wirkte als landespolitischer Korrespondent für Rheinland-Pfalz und kannte viele Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Vier Jahre lang fungierte er als Sprecher der Landespressekonferenz.

Von 1980 bis 1986 war Hock stellvertretender Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung (Mainz) im alten und heute nicht mehr existierenden Pressehaus an der Großen Bleiche. Dort residierte er im 3. Stock in einem kleinen Büro zwischen zwei Zimmern der von ihm geleiteten Politikredaktion. In seinem Büro gab es drei Türen, von denen zwei in die angrenzenden Zimmer und eines auf den Flur führte. Luxus war dort ein Fremdwort.

1986 avancierte Hock zum Chefredakteur der Katholischen Nachrichten-Agentur in Bonn. Dieses verantwortungsvolle Amt bekleidete er bis 1996. Während seiner Zeit als KNA-Chefredakteur hatte er den Vorsitz des von Nachrichtenagenturen aus Deutschland (KNA), Österreich (Kathpress) und der Schweiz (Kipa), den Niederlanden (KNP) und Belgien (CIP) getragenen Centrum informationis catholicum (CIC) in Rom inne.


Laut Katholischer Nachrichten-Agentur hatte Hock einen direkten Draht zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, und zu Bundeskanzler Helmut Kohl. Dies habe dazu beigetragen, dass sich die KNA auf dem westdeutschen Medienmarkt als seriöse Quelle behaupten konnte. Mit dem Aufbau der Ost-Berichterstattung und dem Ausbau des Berliner Büros der KNA habe Hock die Basis für die neue Rolle der Agentur im vereinten Deutschland und seiner veränderten konfessionellen Landschaft gelegt.

Hock wurde wiederholt bescheinigt, den Anliegen der Kirche in der Gesellschaft große Aufmerksamkeit verschafft zu haben. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl lobte Hock anlässlich seines 65. Geburtstages, daran mitgewirkt zu haben, dass die Stimme der Kirche in unserer pulsierenden Welt Gehör findet.

Nach seinem altersbedingten Ausscheiden als KNA-Chefredakteur Mitte 1996 arbeitete Hock als freier Journalist. Unter anderem verfasste er zahlreiche Titelgeschichten für die Wochenendbeilage Journal der Allgemeinen Zeitung (Mainz).

Für seine Verdienste hat der katholische Publizist Hock hohe Auszeichnungen erhalten. 1986 verlieh man ihm das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Von der Weltunion der Katholischen Presse (UCIP) wurde er 1996 zum Ehrenmitglied ernannt. Papst Johannes Paul ernannte Hock 1997 für seine Verdienste um die Publizistik zum Ritter des Gregoriusordens.

2001 erschien das Buch „Am liebsten heiter“ von Hock mit Gedanken über Humor‚ Liebe, Schönheit, Treue, Lüge, Arbeit, Einsamkeit, Glück, Geschenke und den Sonntag im Verlag Ernst Probst (Mainz-Kostheim). Verleger war ein ehemaliger Redakteur der Allgemeinen Zeitung (Mainz), der sich immer gern an den verständnisvollen Chef Hock erinnerte. Unverständlicherweise wurde dieses von Lesern und Leserinnen sehr gelobte Werk von den Zeitungen im Rhein-Main-Gebiet, wo Hock seinen Lebensabend verbrachte, totgeschwiegen. Aber die Katholische Nachrichten-Agentur wusste, was sich gehört, und verbreitete eine wohlwollende Rezension, die in vielen Zeitungen zu lesen war.

Hock lebte nach dem zu frühen Tod seiner Ehefrau Hilde allein in seinem Haus in Mainz-Gonsenheim. Am Montag, 31. Juli 2017, ist Hock im Alter von 86 Jahren in Mainz gestorben. Seine Töchter, Söhne und Enkelkinder trauern um ihn. Auf dem Friedhof seines Geburtsortes Rüdesheim fand er die letzte Ruhe.

Freitag, 23. Dezember 2016

Die ganze Geschichte des Ötzi

Der Ötzi fasziniert die Massen.
Woran liegt das? Ist es die Ausstattung oder der gut erhaltene Leichnam?
Sein Gesicht, in das wir nach über 5000 Jahren blicken können?
Wer war der Ötzi?
Wie hat er gelebt?
Warum stieg er so hoch ins Gebirge?
Kein anderer Mensch der Steinzeit fesselt uns dermaßen.

Endlich erwacht der Ötzi zum Leben, er erzählt uns seine Geschichte.
Wie er aufwuchs. Wen er liebte. Wer ihn bedrohte ...


I. Band

»spannendes Lesevergnügen«
Süddeutsche Zeitung
(Florian J. Haamann)

»ein Panorama jener Zeit mit allen wichtigen Fundstellen«
Westfälische Nachrichten Münster
(Carolina Ihlenfeld)





















Narado (= Ötzi) wächst als Sohn eines Fürsten in der Jung-Steinzeit auf. Seine Stiefmutter will ihn aus dem Weg schaffen. Er ist ihr schutzlos ausgeliefert, sein alternder Vater scheint die Gefahr nicht zu begreifen. Längst ist nicht mehr klar, auf welcher Seite der Priester steht. Die Schlinge zieht sich immer enger um Narado, wie gelingt es ihm, zu entkommen?

»Die Rivalen von Breitental – vom Leben des Ötzi« von Christian Ausmünster
323 Seiten    Euro 9,99 (D)  ISBN 978-3-7418-3173-7


II. Band

»Lebendig und fesselnd
nimmt er junge wie ältere Leser gleichermaßen mit
in eine authentisch gestaltete Welt voller Gefahren und Abenteuer«
Süddeutsche Zeitung
(Florian J. Haamann)

»basieren auf fundierter, wissenschaftlicher Recherche (…)
das gesamte Todesszenario am Tisenjoch wird plausibel dargestellt.«
Bayerische Archäologie
(Alexander Binsteiner)




















Kaum hat Narado sein toten Vater beigesetzt, da wird er verdächtigt, das Grab geschändet zu haben. Alle sagen gegen ihn aus, ein perfektes Komplott. Die Lage scheint aussichtslos, da macht ihm sein ärgster Feind einen Vorschlag. Soll er ihm trauen …?

»Die Verschwörung von Breitental – das Kupferbeil des Ötzi« von Christian Ausmünster
528 Seiten   Euro 16,50 (D)  ISBN 978-3-7418-6425-4


Das Südtiroler Archäologie-Museum in Bozen und namhafte Forscher haben ihr Wissen zur Verfügung gestellt.
Ideal zum Vertiefen, wenn man im Museum war, sich informieren möchte, oder einfach um einen tollen Roman zu lesen.

Überall im Buchhandelt, bei epubli.de, Amazon, Thalia, u.a.

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Kontakt zum Autor: https://www.facebook.com/oetzi.von.breitental/